Sète

Einige Kilometer vor der Stadt Sète sahen wir mehr zufällig einen Wohnmobilstellplatz zwischen dem Mittelmeer und unserer Straße. Einige Camper standen schon dort und wir überlegten, ob wir uns dazu stellen sollten. Im nächsten Kreisverkehr (es gibt hier Millionen davon, habe ich sicher schon erwähnt) sahen wir dann das erste Mal das Mittelmeer so richtig. Toller Strand— hohe Wellen, uns war sofort klar, hier wollen wir bleiben. Also zweimal gekreist und ab auf den Stellplatz.
Die Stellplätze hier sind günstig, und meistens auch ganz schön. Es gibt fast immer Stationen, an denen man Trinkwasser auffüllen und Grauwasser bzw. das kleine und große Geschäft aus dem Campingklo entsorgen kann, nicht ganz unwichtig, wenn man länger unterwegs ist. Hier gab es noch eine Außendusche, um sich das Meerwasser abzuduschen und auch Toiletten, die regelmäßig geputzt wurden. Auch Tonnen für die Mülltrennung findet man überall. Deshalb verstehe ich nicht, warum immer wieder und überall Müll zu finden ist. Das geht mit vollen Babywindeln los und endet mit dem Hundehaufen, obwohl für alles meist auch nur wenige Meter weiter Abfallbehälter da sind. Von uns findet man wirklich nirgends Abfall, vielleicht habe ich mal ein Tempotaschentuch verloren, aber niemals mehr. Schade, dass das so wenig Menschen berücksichtigen.

Nun aber weiter zu unserem Ankommen in Sète. Nachdem das Wohnmobil stand ging es erstmal ab zum Strand. Es waren so herrlich große Wellen und das Wasser war angenehm warm. Anders als im Atlantik. Petra und ich waren lange und ausgiebig in den Wellen. Es war so schön! Ich war lange nicht so ausgelassen und glücklich wie an diesem Nachmittag am Strand bei Sète und das wird mir immer in guter Erinnerung bleiben. Im Bett hörten wir das Rauschen der Wellen bevor wir müde vom Toben im Wasser einschliefen.

Am nächsten Tag erradelten wir uns dann die Stadt Sète. Auch hier war es sehr schön, viele alte Bauten, leider auch viel Leerstand und Verfall, ein riesiger Hafen und nette kleine Geschäfte.……….es war kochend heiss schwül… , so dass wir nach einem Eis wieder zu „unserem“ Strand radelten und ins Meer sprangen. Bei bis zu 2 Meter hohen Wellen ein riesen Spaß. Besonders gefallen hat uns auch, das kaum Menschen am Wasser waren. Somit war es fast wirklich unser Strand. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man das Meer fast für sich alleine hat. Petra machte mich auf die sehr bedenkliche Wolkenformation (mindestens Gewitter oder noch schlimmer) aufmerksam und sie sollte Recht behalten.
Am Abend gab es eine Unwetterwarnung in unserer Nähe. Es gab viele Überschwemmungen, die Autobahn wurde wegen Hochwasser gesperrt und der Bahnverkehr eingeschränkt. Wir hatten Glück und sind an der Katastrophe vorbei geschrammt. Nachts konnten wir unendlich viele Blitze beobachten und krachendes Donnern hören. Es regnete auch stark, aber wir hatten Glück, das meiste kam woanders runter.
Als wir am nächsten Tag weiter fuhren, sahen wir überschwemmte Felder und verdorbene Ernten! Unwetter oder doch Klimawandel? Wir müssen besser mit unserer Erde umgehen!

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