Carcassonne

La Cité, die mittelalterliche Festung mit dem Woau-Effekt und da wir beschlossen hatten, uns solche Sehenswürdigkeiten, wegen der Touris, nicht auf einem Sonntag anzusehen, war der Montag dafür perfekt. Das Wohnmobil haben wir 3 Km vor La Cité geparkt (teure Parkgebühren vor Ort gespart) und haben die Räder genommen. Heide hat unterwegs noch Weintrauben von einem Weinstock geklaut, die super lecker waren.
Wir mussten uns nicht durch maskierte Massen drängeln, sondern konnten uns alles in Ruhe ansehen und durch die mittelalterlichen Strassen der Festung schlendern. Mir kam sofort “Hexenverbrennung” in den Sinn und siehe da, es gab auch eine Ausstellung für “Inquisition”. Schnell dran vorbei und bloß nicht hinsehen. Ich hatte schon als Kind nach der Besichtigung der Folterkammer im Lübecker Holstentor ein Trauma, was viele Jahre anhielt. Ich habe mich erst 30 Jahre später mal wieder hineingetraut. Heide ist für sowas sowieso viel zu zart besaitet – also die Ausstellung ist nichts für uns!

Die Stadt Carcassonne selbst aber war irgendwie ziemlich runtergekommen, wie so viele Städte und Dörfer in Frankreich. Die meisten Geschäfte geschlossen, sahen so aus als wären sie schon seit Jahren nicht mehr geöffnet worden, leer stehende Häuser und geschlossene Fensterläden Wir haben die Straßen, die im Schachbrettmuster angelegt waren, abgeradelt und nur wenig gefunden, wo sich anhalten gelohnt hätte. Schade um die alten Städte, aber wer soll auch so viele baufällige Häuser renovieren/restaurieren? Da wüssten wir auch nicht wo man in Frankreich damit anfangen sollte und vor allem, wer soll es bezahlen?

Am späten Nachmittag sind wir dann noch ein paar Kilometer weitergefahren und haben mit France Passion auf einem abgelegenem riesigen Chateau (Weingut) übernachtet. Abends haben wir uns dann aber nicht mehr aus dem Womo getraut, weil hier ein Hund vom Format “Baskerville”, als Albino und ohne Halsband rumlief. War wahrscheinlich völlig harmlos, aber hat gereicht um uns einzuschüchtern. Promt war aber am nächsten frühen Morgen die Gasflasche alle und ich musste raus, um die andere anzuschliessen. Baskerville hat aber gott sei dank noch geschlafen. Er kam erst zum Frühstück mit seinem kleinen Kumpel mal wieder vorbei.

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