Sandnes und Stavanger

Unser Bobil sprang am frühen Morgen tatsächlich an, ohne Probleme. Das beruhigt einen ja nur bedingt. Ignorieren wollten wir das jedenfalls nicht und so kürzte sich unsere Route ein wenig ab. Der nächste Caravanservice war 150 km weiter weg, Richtung Sandnes. Allein schon bei dem Wort “Sandnes” leuchten Heides Augen. Dort sitzt der Fabrikverkauf von Sandnes Garn, die sehr schöne Wolle in allen Variationen produzieren. Ich möchte nicht wissen wieviele Kilometer Garn Heide schon verstrickt hat. Aber erstmal zum Caravanservice. Wie gut das man alles online übersetzen kann. Das Problem auf Englisch so zu schildern, damit keine Missverständnisse entstehen, ist bei solch technischen Dingen nicht so einfach. Also habe ich mir schon vorher alles aufgeschrieben und auf Norwegisch übersetzen lassen. So konnte der nette Norweger, der aussah wie einer von Wicki’s starken Männern, gleich alles durchmessen. Hat aber nicht wirklich etwas Fehlerhaftes gefunden und die Starterbatterie scheint ok zu sein. 500 NOK leichter fahren wir dann zum Fabrikverkauf von Sandnes Garn. Heide ist im Schlaraffenland und leidet an totaler Reizüberflutung. Kommt ja noch hinzu, dass die Wolle wirklich viel günstiger ist als anderswo. Da fällt die Entscheidung schwer. Aber mit einem Sack voll Wolle kommt sie dann völlig erschöpft und glücklich aus dem Laden. Wie gut das Wolle so gut wie nichts wiegt 😉

Wir fahren weiter nach Stavanger und stellen uns am Sportboothafen an den Straßenrand. Hier stehen einige Wohnmobile und der Platz eignet sich sehr, um dann anschließend auch noch mal durch Stavanger zu latschen. Wie bisher alle Norwegischen Städtchen, ist auch Stavanger sehr schön. Am Hafen liegt ein wirklich riesiges Kreuzfahrtschiff aus England. Wie ein Hochhaus – ganz Mallorca als Boot. So hohe Häuser sind uns hier bisher noch nicht begegnet. Wir bekommen auch heute wieder unsere 10.000 Schritte zusammen und genießen an unserem Parkplatz noch ein bisschen Hafenkino. Hier muss ja jeder Norweger ein Boot haben. Ich hätte auch eins, wenn ich hier leben würde. Gibt ja auch mehr Wasser als Land hier und einige fahren damit auch zur Arbeit oder einkaufen. Toll – bin ein bisschen neidisch 😉

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