Auf dieser Reise wollten wir Dänemark etwas vernachlässigen, denn unser eigentliches Ziel ist Norwegen. Deshalb buchte Petra die Fähre von Hirtshals nach Kristiansand für den 9.Juni.
In Hirtshals hatten wir noch Zeit und so schauten wir uns in der Stadt um. Ich muss sagen, dass sie nicht sehr reizvoll ist. Also fuhren wir kurz entschlossen zum nächsten Strand. Bei dem tollen Wetter sowieso die bessere Idee. Was die Stadt nicht hatte, hatte der Strand. Er war wunderschön und unendlich weit. Er war so beschaffen, dass man direkt mit dem Auto und auch mit dem Wohnmobil dort rauf fahren konnte. wir suchten uns also einen schönen Platz und genossen die Zeit im und am Wasser. Einfach herrlich! Und so wenig Menschen. Gegen 18 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Hirtshals, um pünktlich an der Fähre zu sein. die Überfahrt nach Norwegen dauerte 3,5 Stunden. Gegen 24 Uhr kamen wir in Kristiansand an und steuerten sofort unseren ersten Übernachtungsplatz an. Gleich am nächsten Morgen, konnte ich sehen wie schön dieses Land ist. Wir waren direkt an einem Fjord zwischen hohen Bäumen, durch die man die schönen norwegischen Häuschen sehen konnte. Petra hatte aber schon unseren nächsten schönen Platz geplant. Also ging unsere Fahrt im schönen Norwegen los. Unterwegs sahen wir ein für Wohnmobilreisende wichtiges Schildchen um Altwasser abzulassen und Frischwasser zu tanken. Das wollten wir wahrnehmen und verließen dafür unsere eigentliche Route. Wir waren nicht die Einzigen, die diesen Service hier nutzten. Also warteten wir, bis der Norweger fertig war, um dann auf die Abwasserstation zu fahren, aber unser Auto sagte keinen Ton mehr bzw. rasselte nur noch beim anlassen! Er sprang nicht an und hinter uns waren schon die Nächsten, die den Service nutzen wollten. So ein Sch…! Ein nicht ganz freundlicher und klugscheissender Hamburger, half uns dann das Auto an die Seite zu schieben. Was nun? Wir sind im ADAC, also versuchten wir dort anzurufen. Aussichtslos! Die Warteschleife war viel zu lang bzw. flog man dann nach 6 Minuten raus. So versuchte Petra es Online und das klappte dann besser. Nach einem kurzem Gespräch, sagte man uns Hilfe innerhalb der nächsten 90 Min zu. In diesen 90 Minuten malte Petra sich das schlimmste Szenario noch schlimmer aus und so wurden es für sie 90 sehr lange Minuten. Ich bin da ganz anders, habe in der Zeit meinen Schrank aufgeräumt, Staub gesaugt, Sport gemacht und meine Runden mit dem Hulahoppreifen gedreht. Nach fast 1 1/2 Stunden kam dann ein sehr freundlicher Norweger mit seinem riesen Abschlepper. Er versuchte es aber vorher noch mit reparieren. Es lag erstaunlicherweise an der Batterie. Mit einem Überbrückungskabel bekamen er unser Auto wieder zum Laufen. Ein kleines Problem sah der Techniker aber trotzdem. Die Starterbatterie war nämlich gar nicht leer. Also empfahl er uns nach dem Wochenende auf jeden Fall in eine Fachwerkstatt zu fahren, um das mal checken zu lassen, ob die Starterbatterie richtig geladen wird oder vielleicht kaputt ist. Die Solaranlage funktioniert ja und die Wohnraumbatterie ist knallevoll. Wird hier ja kaum dunkel.
Wir beschließen mit diesem Problem nicht irgendwo im nirgendwo zu parken und steuern einen “Bobilplatz” direkt am Hafen von Mandal, mit Aussicht aufs Wasser, an.
So lernten wir dann die schöne Stadt Mandal kennen, in der wir nun das Wochenende verbringen. Mir gefällt es hier so gut, dass ich glatt länger bleiben würde, aber wir müssen morgen etwa 150 km Richtung Sandnes fahren, um dort unser Auto zu einem Caravanservice zu bringen, wenn es morgen ansspringt, wenn nicht müssen wir nochmal den ADAC rufen.





















