Wir nutzen unser Wochenticket für den Bus voll aus und fahren im offenen Doppeldeckerbus über St. Ives nach Land’s End. Die Fahrt dauert fast 2 Stunden und ich freue mich immer diebisch darüber das ich die Strecke nicht fahren muss. Aber die Busfahrer haben es drauf. Manche bekreuzigen sich sogar an manchen Stellen und sind erleichtert, wenn es dann gepasst hat. Milimeterarbeit an Dächern oder Außenspiegel vorbei. Das ist eigentlich das Spannenste an der ganzen Fahrt. Das Wetter ist so lala – aber nicht kalt. Ich weiß gar nicht warum man immer an solche Stellen wie Land’s End reisen muss. Nur weil es das Ende von England ist? Die Küste sieht da ja nicht anders aus als an anderen Stellen. Aber solche Stellen sind immer Touristenmagneten. Geballte Busladungen, Autos und viele viele Menschen. Es sind auch mal wieder, mit Fotoapparat bewaffenete, Asiaten unterwegs. Wir steigen aus und haben eigentlich gleich die Nase voll. Hier müssen wir nicht bleiben, der nächste Bus ist unser und die Tour wird fortgesetzt. Einmal rum um den Zippel von Cornwall. War trotzdem ein schöner Ausflug.
Am nächsten Tag nutzen wir erneut unser Ticket und fahren mal nach Falmouth. Dauert auch fast 2 Stunden für 50 km. Die Stadt selbst ist ganz nett – aber wir merken das wir verwöhnt sind und langsam wiederholen sich auch die Läden. Wir gönnen uns noch einen Cream Tea und gucken uns danach noch das Pendennis Castle an, das noch mit einem Fußmarsch steil nach oben verbunden ist. Laufen macht uns nicht mehr wirklich was aus und 10.000 Schritte bekommen wir mindestens jeden Tag zusammen.
Von hier aus fahren auch Busse, die wir nehmen könnten, um wieder unseren Bus nach Hause zu erreichen. Ich gucke grad noch in mein Handy wann einer kommt, da ruft Heide auch schon “da kommt einer”. Wir springen rein und als wir drin sitzen frage ich Heide was für einer ist das überhaupt? Ich habe gar nicht auf die Nummer oder den Ort geachtet. Heide meinte irgendwas mit xxx und Nummer weiß sie nicht. Ähm, das heisst, wir sind einfach in irgendeinen Bus gesprungen, ohne zu wissen wohin der fährt?? Mit Google Maps verfolge ich die Fahrt, er fährt tatsächlich in eine falsche Richtung, dreht aber wieder um als die Strandleute alle eingesammelt waren. puhh – war dann zufällig doch der richtige Bus. Müde steigen wir dann in unseren Bus nach Hause. 5 Stunden Busfahrt an einem Tag – hab ich vorher gar nicht drüber nachgedacht. Aber man hat ja sonst nichts zu tun 🙂



























