Den Campingplatz bei St. Agnes verlassen wir nach 7 Tagen. Zwischendurch hatten wir noch Newquay einen Besuch mit dem Bus abgestattet, was sich aber nicht wirklich gelohnt hat. Newquay empfanden wir eher als englisches Torremolinos.
Die Reise geht weiter in die Nähe von St. Ives auf einen ganz einfachen Campingplatz, eher nur eine Wiese, aber wieder für 7 Tage. Auf dem Weg dorthin erledigen wir wie gewohnt unseren Einkauf. Heute sind wir besonders früh los gekommen, also spazieren wir noch am Nachmittag los, um die neue Umgebung zu erkunden. Wir laufen bis zum naheliegenden Busstop, um in den nächsten Ort zu erkunden. Hayle ist klein, aber ganz nett. Wir finden eine Post und ich gebe ein Päckchen für zuhause auf. Petra kauft noch einige Lebensmittel und dann gehts zurück in unser rollendes Heim.
Die Dusche hier auf dem Platz befindet sich in einem ausgedienten Pferdeanhänger. Sowas hatten wir auch noch nicht.
Am nächsten Tag fahren wir mit dem Land`s End Coaster, ein doppelstöckiger, oben offener Bus nach St. Ives und dieser Ort ist wirklich sehr schön. Malerisch am Wasser gelegen, mit engen Gassen und vielen netten Häuschen. Heute trauen wir uns zum ersten Mal an ein Lieblingsgericht der Engländer hier in Cornwall. Pasties! Wir finden beide, das sie für uns nicht so ganz lecker riechen, aber wir sehen täglich Hunderte die sie essen. Also ran! Oh man! Wir kauen beide mit langen Zähnen. Etwa eine Stunde später muss Petra ständig ein “Bäuerchen” machen und ich habe etwas Bauchweh. Die Pastie’s waren einfach zu fett. Im Wohnmobil angekommen, nehmen wir beide ne Omep, dann gehts wieder. Für uns beide bleibt es bei dieser einen Kostprobe, mit Pasties sind wir durch!
Am nächsten Tag wollen wir nach Penzance fahren. Wir nehmen wieder den Bus. Penzance liegt auch am Wasser, ist aber ganz anders als St. Ives. Man hat das Gefühl, die Stadt hatte schon mal eine bessere Zeit gesehen. Eigentlich besteht Penzance nur aus “1 Euro” und Second Hand Läden. Hier gibt es auch Ladenleerstand und einige Ecken, in denen ich froh bin, Petra dabei zu haben. Also fahren wir kurzentschlossen ein bisschen weiter nach Mousehole, ein kleines Örtchen an der Küste. Das war eine gute Idee. Hier gibt es kleine nette Geschäfte und Galerien, in denen man den Künstlern bei der Arbeit zusehen kann. Am winzigen Hafen essen wir eine Kugel Eis und schauen den Menschen und vor allen den Möwen bei ihrer Futtersuche zu. Unglaublich! Eine Möwe umrundet zu Fuß einen verlassenen Platz mit einer Decke und Strandstühlen. An einem Stuhl hängt eine Tasche. Das ist ihr Ziel! Sie macht sich daran zu schaffen und zieht eine Papiertüte heraus. Es macht einige Arbeit, aber dann hat sie die Tüte auf. Nun kommen ihre Kollegen neugierig dazu. Aber unsere Möwe lässt sie nicht näher kommen, denn sie hat einen dicken Pastie ausgewickelt und fliegt, mit dem schweren Teil im Schnabel, vorn übergekippt, davon. Das war ein lustiges Schauspiel, vor allem weil kurze Zeit später ein ziemlich stabiler Mann aus dem Wasser kam und ziemlich verdutzt auf die leere Papiertüte schaute. Sofort kontrollierte er seine Strandtasche, aber Glück gehabt, außer dem Essen fehlte nichts.
Ziemlich erschöpft kamen wir dann gegen Abend an unserem Platz an. Das war ein schöner Tag.





































