The Lost Gardens of Heligan, Plymouth, Kingsbridge

Wir verlassen unseren Wiesencampingplatz wieder und reisen weiter. Unser Ziel ist heute “The Lost Gardens of Heligan”. Es soll ab Mittags regnen, also machen wir uns früh auf den Weg. Am Eingang erleichtet man uns dann um 50 GBP Eintritt (für 2). Alles was irgendwie gut ist, kostet immer ein Vermögen an Eintritt. Aber der Garden ist sehr schön, Heide sammelt wieder jede Menge Blumensaat. Ich glaube sie kennt inzwischen jede Pflanze die hier wächst mit Namen. Ich kann mir davon nichts merken. Das Wetter hält sich bis wir den Garden wieder verlassen.
Im 20 Grad warmen Regen fahren wir dann nach St. Austell, um Lebensmittel einzukaufen. Heute übernachten wir mal auf einer Wiese vom Hotel Britanina Inn, die das für Wohnmobile kostenlos zur Verfügung stellen. Eher eine Seltenheit in England. Am nächsten Tag brechen wir wieder frühzeitig auf. Eigentlich wollten wir uns das Eden Projekt in der Nähe auch noch ansehen. Aber auch das kostet 50 GBP Eintritt für 2. Wir beschließen darauf zu verzichten und gucken uns mal Plymouth an. Dort soll es einen kostenlosen Parkplatz für Wohnmobile geben auf dem man auch übernachten darf. Man könnte denken wir wären geizig – aber in England ist fast alles deutlich teurer als in Deutschland und wir müssen schon mal auf den Geldbeutel achten. Hier kostet Diesel ja auch immer über 2 Euro. Wir fahren mal wieder mit den Rädern los, am Wasser vorbei in die Innenstadt. Hier gibts auch gottseidank Radwege und auch eigene Radwege, die nur für Radfahrer und Fußgänger sind. Eine fahrradfreundliche Stadt.
Plymouth hat wohl auch mal bessere Tage gesehen und die Fußgängerzone erinnert an den Verfall der “City Nord in Hamburg”. Wie in den 70er Jahren. Auch das Publikum ist etwas merkwürdig. Es erscheint dann plötzlich ein riesiges, modernes Einkaufszentrum. Da wird dann auch klar, warum die Innenstadt verkommt. Wir radeln nach dem EKZ dann wieder zurück. Es ist noch früh – 15 Uhr. Fahren wir doch einfach noch weiter bis nach Kingsbridge. Kennt man ja von Ken Follet, aber nichts hat davon Ähnlichkeit mit den Romanen. Auch hier gibt es einen Parkplatz für Wohnmobile mit Übernachtungsmöglichkeit. Eigentlich erwarten wir hier immer einen vollen Platz – aber dem ist nicht so. Wir stehen dort allein. Vielleicht weil jetzt die Nebensaison angefangen hat? Bis 4 Uhr haben wir hier dann gut geschlafen. Da röhrte dann ewig der deutsche Reisebus der hier auf dem Parkplatz neben uns stand und lautes Geschnatter der Mitreisenden. Hat wohl seine Reise hier gestartet und viele Leute wurden hier abgeliefert und verabschiedet. Danach schliefen wir aber wieder ein.
Farmers Market war auf dem Weg hierher angekündigt. Waren aber nur 6 kleine Stände. Aber immerhin Eier und Tomaten dort gekauft. Heide hat sich noch eine Art “Zimtschnecke” mitgenommen. Sah jedenfalls so aus. Schmeckte ihr aber gar nicht und sie meinte, da hätte wohl jemand einen sauren Hering draufgelegt.
In 1 Stunde sind wir dann auch durchs unspektakuläre Kingsbridge gelatscht. Es ist Regen angesagt, viel Regen und Sturm mit Böen 8-9 Beaufort. Wir stehen auf dem Parkplatz mit dem Heck in Windrichtung. Dann schauckelt es nicht zu sehr. Die Nacht war wirklich stürmisch und laut, da hat Oropax bei mir nur bedingt geholfen. Heide hat gepennt – wie immer.
Wir beschließen jetzt mal ein paar Tage in Meernähe, am Beginn der Jurassic Coast, zu verbringen und haben uns dort 2 günstige Farm Campingplätze gebucht. Das Wetter wird vermutlich die ganze Woche so bleiben.

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