Reise ins Vereinigte Königreich

Wir konnten unsere Reise nach England nicht wie geplant am Sonntag antreten, sondern sind mit Sack und Pack nach Lübeck gefahren, weil meine Mutter dort im Krankenhaus lag. Wir blieben ein paar Tage dort bis wir uns davon überzeugen konnten, dass es ihr besser geht. Donnerstag um 5:00 sollte unsere Fähre in Calais nach Dover ablegen. So richtig losfahren wollte ich nicht, aber das Machtwort meiner Mutter war dann stärker und wir sind dann Dienstagabend noch in Richtung Calais gestartet. Sind ja nur 850 km, dass sollte in 2 Tagen ja zu schaffen sein. Weite Strecken werden gefühlt kürzer, je häufiger man weite Strecken fährt. Gegen 23 Uhr schlugen wir dann unser Lager in der Nähe von Osnabrück, auf einem kostenlosen Stellplatz nahe der Autobahn, auf. Am nächsten Morgen ging es dann früh weiter und gegen 17 Uhr erreichten wir dann Calais. Als erstes erblickten wir Massen an Flüchtlingen und waren dann doch ganz froh, dass Calais einen eingezäunten und abgeschlossenen Stellplatz hatte. Viele Flüchtlinge wollen nach England und lagern hier in kleinen Campingzelten. Ich weiß gar nicht, ob in Deutschland Flüchtlinge auch so auf der Strasse leben müssen? Aber ich denke mal, dass sie das bei uns nicht müssen. Gesehen hab ich das so jedenfalls bisher nur in Frankreich oder Spanien.
So heiss wie in Deutschland ist es hier nicht – der Hitzewelle entflohen 🙂 Wir machten früh die Lampe aus, weil wir ja um 3 Uhr Nachts aufstehen müssen. Mit kleinen Schweinchenaugen machten wir uns dann auf den Weg zum Fährhafen, der eine unglaublich große Fläche hat. Nach 3 Kontrollen erreichten wir dann unsere Fähre und reihten uns für die Beladung ein. Jedes Fahrzeug wurde auf Flüchtlinge kontrolliert. JEDES! Auch unseres wurde genau untersucht, ob wir nicht doch irgendwenn eingewickelt mitgenommen hatten. Unglaublich was für eine Masse an LKW auf die Fähren fährt, kilometerlange Schlangen.
Die Überfahrt ging schnell und als wir Dover erreichten war es dann auch schon hell. Die Uhren wieder 1 Stunde zurück stellen und los ging es nun auf der linken Fahrbahn. Gott sei dank war auf den Straßen noch nicht viel los und wir konnten uns langsam daran gewöhnen, wie falsch wir hier fahren müssen. Der Drang nach Rechts war schwer zu unterdrücken. In Folkestone parkten wir am Straßenrand direkt am steinigen Strand und haben erstmal gefrühstückt. Heide ist gleich ans Wasser gegangen, Kopf runter, Steine begucken. Eine einsame Schwimmerin meinte zu Heide, ob sie etwas verloren hätte oder was sie suche? Hahaha 🙂
Wir hatten noch keinen Plan, wo wir unser Lager aufschlagen könnten. War auch viel zu früh. Also bemühte ich die Apps, suchte uns einfach mal einen Campingplatz in New Romney aus und steuerte ihn an. Auch da viel zu früh, aber wir konnten dort bis 10 Uhr vor der Tür stehen bleiben und sie hätten wohl auch was frei. In England ist das nicht so einfach mit dem Wohnmobil. Die klassischen Stellplätze wie in Deutschland, Frankreich oder Spanien sucht man hier vergebens. Aber wir sind gut gerüstet. Club Karte vom Caravan und Motorhome Club, Brit Stop (das Gegenstück zu Landvergnügen), jede Menge Apps und Google. Irgendwas findet man dann immer.
Um 10 Uhr bekamen wir dann auch einen Stellplatz. Hier hält man Abstand und fercht nicht alle zusammen, nur weil der Platz da ist. Also hatten wir eine riesige Fläche für uns ganz allein 🙂
Wir liefen dann noch mal kurz am Strand rum, holten Britische Pfund aus dem Automaten und aßen ein Eis. New Romney selbst ist nichts besonderes – eher bisschen runtergekommen. Aber die Engländer sind alle super freundlich und nett. Egal wo

Ein Kommentar

  1. Oh, hallo Ihr beiden 😊 ich kann das nur bestätigen, dass die Engländer super freundlich sind. Die Erfahrung habe ich auch gemacht!
    Ich wünsche Euch eine gute Reise und viele tolle Erlebnisse im Königreich ❣️
    Liebe Grüße, viel Spaß und gute Besserung für Deine Mutter, Renate 😘🙋‍♀️

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