Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg. Wir mussten uns auch um eine englische Gasflasche bemühen, bevor unsere leer ist. Die grauen Deutschen kann man hier nicht tauschen oder auffüllen lassen. Adapter und so hatten wir dabei. Wir steuerten eine Gärtnerei an, die Gasflaschen haben soll. Haben sie auch – aber nur um zu tauschen, nicht für den Neukauf. Superfreundliche Verkäuferinnen und ein toller Laden. Schon allein das war es wert hier reingesehen zu haben. Wir steuerten einen Campingplatz mit Fertighütten an, die auch Gasflaschen vertreiben. Dabei führte uns die Straße durch Rye – woau – wie schön ist das denn hier! Die ältere Lady und ihr Ehemann vom Campingplatz waren auch super hilfsbreit und freundlich. Ich verstehe zwar meist nur die Hälfte, aber die Verständigung hat dann doch funktioniert. Eigentlich verkaufen sie keine Flaschen, aber haben mir trotzdem eine gegeben 🙂
Da wir Rye so schön fanden, sind wir dorthin zurück gefahren. Nun kommen wir auch in den Genuss von superengen Straßen und das alles auf der linken Seite. Heide hat öfter die Luft angehalten und ich berührte auf meiner Seite öfter mal mit dem Spiegel die Büsche. Wir haben aber dann im Zentrum einen Busparkplatz gefunden. Weil dort auch noch 2 weitere Wohnmobile standen, haben wir uns auch einfach dort hingestellt. Die Parkgebühren und wie das funktioniert ist auch eine Wissenschaft für sich. Entweder alles mit einer App oder mit Kreditkarte. Bargeld nehmen die Dinger gar nicht. Man zahlt auch nicht für den Parkplatz, sondern für die Fläche, die man benutzt.
Die Stadt Rye ist total schön und so machen wir einen ausgiebigen Stadtbummel und haben unseren ersten Cream Tea mit Scones zu uns genommen. Die Freundlichkeit der Engländer ist unglaublich!
Wir mussten uns aber so langsam mal nach einem Übernachtungsplatz umsehen. Ich bemühte mal die App vom Camping Club, dort gibt es auch Plätze auf Farmen, Pubs etc. Ich versuchte es dann mal mit telefonieren und rief bei der Church Barn Farm in Ninfield an. Eine alte Frau ging ans Telefon. Ja es ist was frei, 8 GBP pro Nacht (rund 10 Euro) und dann erzählte sie mir 1000 Sachen im gestochenen Englisch, wovon ich aber wieder nur die Hälfte verstanden hatte. Naja wird schon irgendwie klappen. Die Straßen dorthin waren grenzwertig eng. Es stand zwar immer SLOW auf der Straße, aber daran halten sich vermutlich nur Touristen. Die Engländer brettern an einem vorbei. Aber sie drängeln nicht. Noch nie bin ich so gern 30 gefahren, wenn da 30 stand 🙂 Und dann alles immer auf der falschen Seite 😉 Links rum in den Kreisverkehr verdreht einem das Gehirn.
In dem kleinen Dorf Ninfield angekommen lotste uns das Navi vor das Sunnyside House. Hm, das sah jetzt nicht wie eine Farm aus. Tja, hätte ich alles richtig verstanden was die alte Dame am Telefon sagte, hätte ich jetzt gewußt was zu tun ist. Wusste ich aber nicht, also bin ich einfach mal die Auffahrt zum Sunnyside House hoch gegangen und hab dort mal geklopft. Eine tolle Villa. Geöffnet hat dann eine “Katie Bates” und hat mir sehr freundlich erklärt wo die Farm ist. Hier kann man sich einfach nicht deplaziert fühlen, ausnahmslos alle sind total nett und freundlich. Davon können sich die Deutschen und andere dicke Scheiben abschneiden.
Wir landeten dann auf einer großen vertrockneten Wiese und blicken über die Ländereien von Sussex und können sogar entfernt das Meer sehen 🙂
Bezahlt wird bei Abfahrt unten bei der Farm. Geld einfach in den Briefkasten werfen, erklärte uns ein englisches Paar, die auch hier auf dem Platz stehen. Ist sowieso schwer dieses Wochenende noch was Freies zu finden, das auch bezahlbar ist. 40 GBP und mehr für 1 Nacht ist für uns etwas zu viel. Also bleiben wir jetzt übers Wochenende erstmal hier 🙂














