Wir folgen einfach mal der Käsestraße weiter in die Pyrenäen. Wenn man was von denen sehen will, muss man im Zickzack durchfahren – quer rüber geht ja nicht. Hier stehen ein paar Berge von über 3.400 Meter im Wege. Also schlengeln wir uns drumherum. Immer höher, immer schlängeliger und oftmals dicht am Abgrund und oft auch ohne Balustrade. Auch passen nicht immer 2 Autos nebeneinander, 2 Womos schon mal gar nicht. Die Fahrt für 100 Kilometer dauerte ein paar Stunden, Heide hörte irgendwann auf zu stricken, krallte sich mit weißen Knöcheln am Sitz und Haltegriff fest. Beruhigend zwischendurch war ein 8 Kilometer langer Tunnel. Aber Heide hat eigentlich erst wieder locker gelassen, als wir in Biescas auf dem städtischen Womo-Stellplatz gestanden haben.
Biescas hat dann aber die nötige Entschädigung geliefert. Ein richtig schönes Dorf!
Google hat uns erzählt, dass es hier 1996 ein schweres Unglück durch einen Murgang gegeben hat. Ein Campingplatz am Ufer eines Baches wurde von einer Schlamlawine zerstört und 87 Menschen kamen ums Leben.
So schön wie Stellplätze in direkter Nähe zu einem Fluß, Bach oder Meer auch sind, seit der Flut in Deutschland denkt man anders über diese Plätze nach oder behält zumindest das Wetter im Auge.





















