Wir haben uns vorgenommen innerhalb von 3 Monaten zu den Lofoten zu reisen und was uns in Norwegen so vor die Füsse fällt, mitzunehmen. Man kann natürlich einfach losfahren, muss sich theoretisch um nichts kümmern und landet dann da wo man landet und bezahlt dann das was man zu zahlen hat. Das ist bei Maut und Fährgebühren nicht unerheblich.Es gibt da so ein paar Sachen, über die man sich dann doch im Vorwege Gedanken gemacht haben muss. Einmal Google befragt und die Rechercherei geht los. Welchen Weg wollen wir nach Norwegen einschlagen? Wollen wir mit einer Fähre fahren oder nur über die Stoerebeltbrücke und Oeresundbrücke nach Malmö fahren? Oder wollen wir durch Dänemark und dann über Hirtshals/Norwegen gleich nach oben oder wollen wir über Puttgarden mit dem Kombiticket Oeresundbrücke nach Schweden (Malmö). Mit diesen Fragen ist dann jegliche Spontanität erstmal dahin und man stellt schnell fest, wenn es teuer werden soll, fährt man einfach los. Wenn man aber bisschen was sparen möchte, dann muss man sich im Vorwege doch schon mal den Kopf zerbrechen.
Ich glaube, ich habe schon 8 Wochen vorher mehrere Tage damit verbracht mich überhaupt mit dem Mautsystem auseinander zu setzen. Sonntagmorgen im Bett und Heide alles laut vorgelesen, weil es für 2 Ohren zu viel zu lesen war. 4 Ohren hören mehr als 2. Kann man super im „Nordlandblog“ nachlesen. Da gibts ja keine Mautstationen an denen man bezahlt. Du wirst fotografiert und bekommst eine Rechnung nach Hause. Hast Du aber niemanden zuhause, der Deine Post kontrolliert, dann kann das schon sein, dass Du auch die super teure Mahnung auf dem Tisch liegen hast, wenn Du nach 3 Monaten wieder nach Hause kommst. Also registriert man sich mal als 1. bei EPASS24 und dann bekommt man jede Rechnung auch als Email bzw. wird das dann gleich der Kreditkarte belastet. Und dann spart man ja eine Menge Geld, wenn man auch noch einen Transponder an der Windschutzscheibe kleben hat. Da finde mal den richtigen Anbieter! Aber auch da hat der „nordlandblog“ sehr geholfen. Entscheidest Du Dich nicht für einen Transponder, dann wirst Du mit einem Wohnmobil in unserer Größe automatisch in eine höhere Klasse als nur PKW eingestuft, wenn Dich die Kameras irgendwo aufschnappen. Zahlst also von vornherein immer mehr als nötig und in Norwegen die Maut zu umfahren, wird mit dem Womo schwierig. Der Transponder stuft Dich aber automatisch auf PKW ein. Hier kannst Du dann schon mal gleich bei jeder Maut bares Geld sparen. Hab mich bei Skyttel Pass registriert und einen Transponder bestellt. War dann nach fast 2 Wochen sehr überrascht, das tatsächlich der Transponder auch bei uns im Briefkasten lag. Aber das war ja noch nicht das Ende. Wenn man dann den Transponder erhalten hat, kann man den „Autopass for ferje“ dazubuchen. Nicht bei Skyttel Pass – aber bei Autopass. Die scheinen sich ja in Norwegen alle gut zu verstehen 😉 Mit dem Autopass for ferje hat man Rabatt für viele Fähren in Norwegen. Und schon wieder muss man eigentlich wissen, wo man in Norwegen hin will. Da wir ja auf die Lofoten wollen, ist der Autopass schon mal nicht falsch, weil man für die Fähre von Bodo nach Moskenes schon fast 50 Euro sparen würde, allein nur durch den Pass. Du hast in Norwegen ja sowieso nur die Wahl die Fjorde zu umrunden oder mit einer Fähre die Abkürzung zu nehmen. Allerdings musste ich dann auch erstmal 3000 NOK (Norwegische Kronen) auf ein Guthabenkonto bei Autopass bekommen, was auch nicht ganz soooo einfach war. Musste dafür Euro nehmen… so ungefähr Euro…. Das kommt ja noch dazu. Dänemark, Schweden und Norwegen haben keinen Euro. Ich hab uns dafür aber kleine Umrechnungstabellen fürs Portemonnaie gebastelt, damit wir mal schnell erfassen können, was nun wirklich was kostet. Kennt man ja gar nicht mehr im Rest von Europa.
Bis dahin haben wir aber nur das Maut und Fähren Problem gelöst, aber nicht wie wir überhaupt dorthin kommen. Über Oeresund oder Stoerebeltbrücke? Welche Fähre? Puttgarden -> Rödby oder Rostock-> Gedser?
Auch hier kannst Du natürlich einfach irgendwie fahren, bezahlst dann aber immer mehr als nötig und bei 50 Euro Ersparnis fängt auch der Geiz bei mir an.
Das Kombiticket von Puttgarden nach Rödby inkl. der Oersundbrücke kostet z.B. regulär 273,- Euro, buche ich das aber 30 Tage im voraus, dann kostet das nur 219,- Euro. Also lohnt es sich schon sich darüber vorweg Gedanken zu machen. Aber wie wollen wir denn nun eigentlich fahren? Heide möchte noch vorher bei Ihren Eltern
Vorbeifahren (Kunow, bei Kyritz an der Knatter, immer wieder für einen Lacher gut). Also mache ich wie im Berufsleben immer wieder bewährt, eine Liste. Dieselkosten, Fähren und Brückenkosten und was ist am Ende das Billigste. In Warnemünde besuchen wir dann noch Heides Tante und das Kombiticket „Rostock-Gedser-Oeresundbrücke“ ist dann die günstigste Strecke für uns. Also stechen wir am 02.06.23 Abends um 22:30 in See. Das Early Booker Ticket ist nur noch für Zeiten zu haben, die sonst keiner mehr haben will. Aber uns stört das nicht, wir haben unser Bett ja überall dabei. Man könnte denken, wir wären geizig…. Aber ca. 300 Euro Ersparnis durch Vorplanung können wir auch mit anderen, für uns schöneren Dingen ausgeben z.B für Diesel :-))

