Woolacombe und Mortehoe

Am späten Nachmittag des 3. August kommen wir auf unserem Campingplatz in der Nähe von Woolacombe an. Wir haben wieder viel Platz um uns herum und Blick aufs Meer. Hier sind die Duschen wirklich sauberer als meine zuhause. Unglaublich!
Schon der Weg hierher war unglaublich schön und wir werden auch hier in Woolacombe nicht enttäuscht. Am Abend gehen wir noch eine kleine Runde um den Campingplatz.
Am nächsten Tag wollen wir gleich nach unserem, wie immer späten Frühstück, eine „kleine Wanderung“ ans Meer machen. Eigentlich fahren wir beide lieber mit dem Rad, aber das ist hier auf den schmalen Pfaden nicht möglich. Also gehts zu Fuß los. Die Landschaft ist hügelig, jede kleine Wiese von einer undurchdringlichen Hecke umgeben. Das liebe ich sehr! Was während des ganzen Aufenthalts hier sehr auffällt, es gibt kaum kleinere Vögel. Auf ein Konzert, welches wir zuhause jeden Morgen hören, wartet man hier vergeblich.
Der Pfad auf dem wir laufen ist mal schattig unter Bäumen und gibt dann und wann den Blick auf die Landschaft und das Meer frei. Wir sind begeistert vom Laufen. Das hätten wir beide nicht gedacht. Im Wasser sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben schwimmende Robben in freier Wildbahn. Wir laufen bis in das Örtchen Woolacombe. Der Ort an sich ist eigentlich ganz schön, aber total überlaufen. Wir müssen lange suchen, bis wir einen freien Platz in einer Eisdiele finden. Mit dem Bus fahren wir zurück zu unserem Campingplatz. Puh! Wir sind beide völlig erledigt, aber es war ein schöner Tag!
Den Tag darauf wollen wir es ruhiger angehen lassen, denn wir haben beide Muskelkater.
Wir lesen, ich stricke und sortiere meine gesammelten Samen. Hier in England sammle ich keine Fossilien, bis jetzt jedenfalls. Ich entdecke so viele schöne Pflanzen und habe schon viele Samen gesammelt. Cosmea, Skabiose, Sterndolde, Mohn und vieles mehr.
Montbretie wächst hier viel und auch wild. Da konnte ich nicht wiederstehen einige Zwiebeln mitzunehmen.
Alleine gehe ich dann doch nochmal los, das hätte ich besser lassen sollen, denn eine falsche Abbiegung und aus einem kleinen Spaziergang wird wieder eine ungewollt große Wanderung. Petra kocht jeden Abend und als ich wieder an unserem Platz bin, essen wir lecker!
Am nächsten Tag gehen wir wieder gemeinsam los. Diesmal in die andere Richtung zum Strand der an einem kleinen Dorf Namens Lee liegt. Viele Orte hier sind so hübsch mit ihren kleinen Vorgärten und den niedlichen Häusern dahinter. In der alten Schule gibt es eine kleine Verkaufsaustellung der hiesigen Künstler und Handwerker und ich sammle wieder aus so manchen Gärten die Samen der Pflanzen.
An unserem letzten Tag hier wandern wir noch einmal los in einen Ort, in dem ich in einem kleinen Laden sehr schönes Geschenkpapier finde, aus denen ich kleine Tütchen bastele, um meine vielen Samen nett zu verpacken.
Fast in jedem Ort gibt es kleine Kirchen mit alten Friedhöfen, die auf einen kleinen Spaziergang einladen. Das mag ich sehr.
Die Zeit hier in Moertehoe geht zu Ende. Es war schön hier, aber wir haben jetzt auch Lust Neues zu entdecken.

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