Cartagena

Das Wetter war auch am nächsten Tag nicht viel besser und ab und zu regnete es auch mal. Wirklich kalt war es aber nicht. Ohne Jacke zu kalt und mit Jacke zu warm. Heide beschliesst mal das neue Schnitzwerkzeug auszuprobieren, dass sie vom Nikolaus bekommen hat. Echt scharf die Dinger und Heide trägt auch brav die dazugehörigen Handschuhe. ich unke noch rum, ob ich schon mal Nadel und Faden rauslegen soll, wenn der Finger ab ist? Hab ja gestern im Fernsehen gesehen, dass es gar nicht so schwer ist. Tut nur weh so ohne Betäubung.
Stunde später kommt Heide auch schon bluttropfend um die Ecke und sagt “es ist passiert, ich brauche einen Druckverband“. Naja… hab einen Blick drauf geworfen “und Nadel und Faden“! Das geht von allein nicht wieder zu. Handschuhe hatte sie natürlich nicht mehr angehabt. Mit Handschuh wäre der Schaden gering geblieben! Blutung wurde erfolgreich gestoppt und ich suche über Google das nächste Krankenhaus raus (50 km), packe alles zusammen und wir fahren los. Es war ja obendrein noch Sonntag, da hat ja auch kein Arzt Sprechstunde. In Cartagena gab es dann die gesuchte Urgencia und für 60 Euro wurde Heide von super netten Ärzten/Pfleger sofort mit 7 Stichen versorgt und eingewickelt. Puh…. was für eine Aufregung. Es ist schon fast 18 Uhr und wir versuchen auf dem WOMO-Stellplatz nahe Cartagena noch einen Platz zu finden. Der ist rappelvoll. Der Besitzer es Platzes quatscht uns auf Englisch total zu, erzählt alles was wir überhaupt nicht wissen wollten, von Einkaufsmöglichkeiten, Bushaltestellen, Apotheken, Krankenhaus und wo seine Schwester wohnt. 30 Minuten haben wir es über uns ergehen lassen und den letzten freien Stellplatz am Rand zur Strasse hin bekommen. Ganz egal wie und wo wir stehen, total schief und schräg, war uns alles egal. Hinter uns wurde dann das Tor zum Stellplatz geschlossen. Die wissen schon warum sie Touristen mit Womos lieber Nachts einsperren.

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