Sierra Nevada, Orgiva

Nach 6 Tagen haben wir beschlossen weiter zu fahren. Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei und wir finden sicher wieder irgendwo einen anderen schönen Platz und neue Orte, die interessant und sehenswert sind. Aber vorher müssen die Fäden aus meinem Daumen raus. Ich habe ein gutes Gefühl mit der Heilung und ein nicht so gutes Gefühl bei der Coronalage hier wieder ins Krankenhaus zu müssen. Also beschliessen wir die Fäden selber zu ziehen. Petra traut sich das zu und ich habe vertrauen zu ihrem Vorhaben. Was soll ich sagen, besser hätte es im Krankenhaus auch keiner gemacht. Nun kann die Reise weiter gehen. Wir fahren also am 27. 12. los durch die Sierra Nevada nach Granada. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Strahlend blauer Himmel! Bevor wir in die höhere Region kommen, fahren wir mal wieder durch unendlich viel Dreck und Müll entlang der nie Enden wollenden Kunststoffgewächshäuser, in dem unser aller Gemüse angebaut wird. Es gibt sogar Hütten, aus Planen gebaut. Wir vermuten, das dort unter anderem die billigen Arbeitskräfte wohnen. Diese riesigen Gewächshausanlagen sind so gross, das man sie auf googlemaps sehen kann (rund um Almeria) Dort wird unendlich viel Wasser verbraucht. SOVIEL, das es die Natur hier nicht mehr hergibt und die Bewohner Probleme haben, ausreichend gutes Trinkwasser zu bekommen.

Endlich kommen wir raus aus dieser Gegend die Berge werden höher, die Bevölkerungsdichte niedriger, die Landschaft verändert sich. Nach etwa 2 Stunden sehen wir ein Flussbett, dass noch etwas Wasser führt. Auch bauen die Bauern hier Apfelsinen, andere Obstsorten und Oliven an. Ohne riesige Gewächshäuser! Wie schön! Es tut sich eine Landschaft auf, die ich so noch nicht gesehen habe. Wenig Vegetation, karge Felsen, aber es gefällt mir. Die gut ausgebauten Strassen schlängeln sich, zum Teil in Serpentinen, durch die bergige Landschaft. Es ist wunderschön! Irgendwo im Nirgendwo halten wir an und machen unsere Mittagspause. Dann geht es in so schöner Umgebung weiter bis Orgiva. Dort hat Petra uns einen Campingplatz gesucht und wir bekommen auch noch einen Platz. Auch dort sind natürlich andere Camper, aber es ist nicht zu voll und wenn man es nicht möchte, begegnet man niemandem. Corona! Hier bleiben wir eine Nacht. Morgen geht es weiter nach Granada.

Ein Kommentar

  1. Frohes Neues Jahr euch beiden!!!!!!!!! Seid ihr gut in Granada angekommen ?
    Warte auf eure Fortsetzung der schönen Geschichte, @Heide: Weiterhin gute Besserung

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